Psychotherapie für Kinder

Psychotherapie für Kinder

start: hilft Ihnen schnell und kompetent bei dem seelischen Wohlergehen Ihres Kindes.

Das Kindesalter stellt aufgrund der vielfältigen körperlichen, psychischen und sozialen Veränderungen ganz besondere Anforderungen an den Menschen.

Auffälligkeiten in der Entwicklung oder im Verhalten sind in dieser Phase des Lebens daher nichts Ungewöhnliches. Bestehen die Schwierigkeiten über längere Zeit, beeinträchtigen die Entwicklung Ihres Kindes führen zu häufigen Konflikten in der Schule oder der Familie, kann dies ein Hinweis für eine psychische Erkrankung sein.

Bei Kindern spielt das soziale Umfeld eine besonders große Rolle. Daher ist die Zusammenarbeit mit Familie und Schulumgebung bei start: ein wesentlicher Baustein der Therapie. Gemeinsam setzen wir erreichbare Ziele, klären Zusammenhänge von Problemen und erarbeiten individuelle Lösungen für Ihr Kind und Ihre Familie.

Eine begleitende medikamentöse Behandlung kann in einigen Fällen sinnvoll sein und wird auf Ihren Wunsch besprochen und in Kooperation mit Ärztinnen oder Ärzten durchgeführt.

Neben der Einzeltherapie bieten wir auch für Kinder zu bestimmten Problemen Angebote der Gruppentherapie an.

Hier finden Sie einige Störungsbereiche, die in unserer Praxis behandelt werden:

Depression ist die häufigste psychische Erkrankung. Laut aktuellen Studien erkranken allein in Deutschland 10 – 20 % aller Bundesbürger einmal in ihrem Leben an einer depressiven Episode.

Die Symptome einer depressiven Erkrankung sind lang andauernde Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, Schuldgefühle, Grübelzwang, Konzentrationsschwierigkeiten, Hilf- und Hoffnungslosigkeit. Eine Depression entsteht meist durch ein Interagieren verschiedener Faktoren. Neben genetischer Veranlagung und neurobiologischen Veränderungen spielen auch psychische sowie psychosoziale Faktoren eine wesentliche Rolle. Leiden mehrere Familienangehörige unter einer depressiven Erkrankung, so kann das eigene Risiko, z. B. unter Stress psychisch zu erkranken, erhöht sein. Auch konnten in Studien neurobiologische Veränderungen bei Betroffenen festgestellt werden.

Es zeigte sich, dass während einer Depression der Stoffwechsel des Gehirns gestört ist. Die Botenstoffe Serotonin, Dopamin und Noradrenalin sind vor allem betroffen. Auslöser sind meist psychische und psychosoziale Veränderungen, wie der Verlust des Arbeitsplatzes, chronische Überlastung, Trennung oder andere kritische Lebensereignisse. So individuell wie die Symptome einer Depression, so unterschiedlich können auch die Auslöser sein. Bei vielen Patienten ist jedoch kein eindeutiger Auslöser zu identifizieren.

Depressive Erkrankungen können mit unterschiedlichen psychotherapeutischen Verfahren behandelt werden. Die besten Wirksamkeitsbelege liegen für die sog. Verhaltenstherapie [auch in Kombination mit antidepressiven Medikationsstudien] vor, die bei start: durchgeführt wird. Unter Verhaltenstherapie versteht man eine Form der Psychotherapie, bei der Hilfe zur Selbsthilfe für den Patienten im Mittelpunkt steht. Dem Patienten werden nach Einsicht in Ursachen und Entstehungsgeschichte seiner Probleme Methoden an die Hand gegeben, mit denen er zukünftig besser zurecht kommt.

Diagnostik

Unsere Diagnostik dient der Erfassung der depressiven Symptomatik sowie häufig vorhandener weiterer Problembereiche. Am Anfang bieten wir ein zeitlich definiertes Gesprächsangebot an, in dem wir mit dem Patienten zunächst erarbeiten, ob ein intensiveres Behandlungsangebot sinnvoll und wünschenswert ist. Neben einer ausführlichen Exploration und Verhaltensbeobachtung des Patienten und evtl. der Bezugspersonen führen wir eine umfassende psychologische Diagnostik mit testpsychologischen Verfahren [Fragebögen und standardisierten Interviews] durch. Weitere evtl. vorliegende Problembereiche [z. B. Selbstwertprobleme, Krisenbewältigung, Angststörungen, Essstörungen, Sucht] werden ebenfalls erfasst.

Therapie

Im Rahmen der Therapie stehen bei uns folgende Therapieziele im Vordergrund:

  • Aufbau einer Tagesstruktur, die neben den Pflichten auch angenehme Aktivitäten vorsieht
  • Automatische Denkschemata [z. B. “ Ich mache alles falsch.“ oder „Ich bin nur liebenswert, wenn ich immer nachgebe.“] identifizieren und verändern, da diese oftmals zu depressiven Symptomen führen
  • Erlernen eines angemessenen Umgangs mit negativen Gefühlen (z.B. Traurigkeit, Angst, Hilflosigkeit)
  • Rückfallprophylaxe zur Vermeidung depressiver Rückfälle, Entspannungsübungen
  • Die pharmakologische Behandlung kann in einigen Fällen sinnvoll sein und wird in Kooperation mit Ärztinnen oder Ärzten durchgeführt.

Frühzeitige Diagnose und Therapie von ADHS schaffen gute Chancen für einen erfolgreichen Therapieverlauf.

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen [ADHS] treten bei Kindern häufig auf [5-9%]. Sie äußern sich in ausgeprägter Hyperaktivität, Impulsivität und Unaufmerksamkeit. Auch oppositionelle und aggressive Verhaltensstörungen [z.B. ausgeprägte Verweigerung von Aufforderungen, häufiger Streit, Verstöße gegenüber wichtigen gesellschaftlichen Regeln] sind bei Kindern häufig zu finden und haben unbehandelt oft einen chronischen Verlauf.

Viele dieser Kinder zeigen neben den schon genannten aggressiven Verhaltensweisen und Problemen im Bereich einer ADHS auch noch Schulleistungs- , emotionale Probleme, Depressionen und Ängste. Auch Sucht tritt später dann im Jugendalter häufig als zusätzliche psychische Störung auf und sollte daher bei den ersten Anzeichen behandelt werden.

Diagnostik

Die Diagnostik bei dient der Erfassung der einzelnen Probleme. Am Anfang bieten wir ein zeitlich definiertes Gesprächsangebot an, in dem wir mit dem Patienten und den Eltern zunächst erarbeiten, ob ein intensiveres Behandlungsangebot sinnvoll und wünschenswert ist. Neben einer ausführlichen Exploration und Verhaltensbeobachtung des Patienten, der Eltern und evtl. der Erzieher / Lehrer führen wir eine umfassende psychologische Diagnostik mit testpsychologischen Verfahren [z B. Fragebögen und standardisierten Interviews] durch.

Therapie

Unser Therapieprogramm passen wir individuell den aktuellen Problembereichen an: Treten Verhaltensprobleme einer ADHS verstärkt in den Vordergrund, so werden diese zunächst behandelt. Sind dagegen primär aggressive Verhaltensprobleme vorrangig, so liegt der Fokus der Behandlung zunächst auf diesen Problemen.

Weitere Links zum Thema:

http://www.adhs-deutschland.de/

Frühzeitige Diagnose und Therapie von ADHS schaffen gute Chancen für einen erfolgreichen Therapieverlauf.

Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Störungen bei Kindern und umfassen, neben Phobien vor umschriebenen Objekten oder Situationen [z. B. Tiere und Dunkelheit], häufig auch komplexe Angststörungen, wie soziale Phobien, Leistungsängste, Trennungsängste, Panikstörungen oder allgemeine Ängstlichkeit [generalisierte Ängste].

Zwangsstörungen treten dagegen seltener auf. Sie können sich auf ständig sich aufdrängende Zwangsgedanken [z.B. Ansteckung mit unheilbarer Krankheit] und immer wieder ausgeführte Zwangshandlungen [z. B. Wasch-, Kontroll- oder Ordnungszwänge] beziehen.

Diagnostik

Die Diagnostik bei start: dient der Erfassung der einzelnen Ängste, Zwänge sowie anderer zusätzlicher Probleme. Am Anfang bieten wir ein zeitlich definiertes Gesprächsangebot an, in dem wir mit dem Patienten und den Eltern zunächst erarbeiten, ob ein intensiveres Behandlungsangebot sinnvoll und wünschenswert ist.

Neben einer ausführlichen Exploration und Verhaltensbeobachtung des Patienten und der Eltern führen wir eine umfassende psychologische Diagnostik mit testpsychologischen Verfahren [Fragebögen und standardisierten Interviews] durch. Weitere evtl. vorliegende Problembereiche [z. B. Depressionen, Essstörungen, ADHS] werden ebenfalls erfasst.

Therapie

Die multimodale Verhaltenstherapie bei start: ist auf die Ängste oder Zwänge sowie weiterer Probleme [z.B. ADHS, Essstörungen] und Bedürfnisse des Kindes, seiner Familie und weiterer sozialer Systeme [z. B. Schule] abgestimmt. Aufgrund der wissenschaftlichen Ergebnisse behandeln wir Angststörungen und Zwänge vor allem mit Hilfe kognitiver Verfahren und Expositionsbehandlungen.

Die Patienten werden hierbei darin unterstützt, die gefürchteten und bislang vermiedenen Situationen schrittweise aufzusuchen und durchzustehen. Die dabei erlebte Minderung von Angst oder bei Zwangsstörungen neben Ängsten auch anderer Emotionen, insbesondere Scham und Ekel, haben eine dauerhafte Verminderung der Ängste und Zwänge zur Folge.

Die Bezugspersonen [insbesondere Eltern, gegebenenfalls auch Erzieher bzw. Lehrer] werden ebenfalls intensiv in die Behandlung einbezogen. Die pharmakologische Behandlung kann in einigen Fällen sinnvoll sein und wird nach ausführlicher Beratung in Kooperation mit Ärztinnen oder Ärzten durchgeführt.

Weitere Links zum Thema:

http://angstportal.dehttp://www.zwaenge.de/

 

Die Trennung der Eltern ist für Kinder ein einschneidendes Ereignis und bringt sie in eine neue Lebenssituation, die sie bewältigen müssen.

Trennungen der Eltern sind für das Kind immer ein einschneidendes und hoch belastendes Ereignis. Es muss nicht nur die Trennung an sich bewältigen, sondern sich ebenfalls an weitere Veränderungen anpassen [z. B. neue Partner der Eltern, Stiefgeschwister, Umzug].

Schätzungsweise 20% aller Scheidungskinder benötigen therapeutische Hilfe, um mit der neuen Situation besser zu recht zu kommen. Typischerweise bestehen diese Schwierigkeiten in erhöhter Ängstlichkeit, Weinerlichkeit, emotionaler Instabilität, Schulproblemen und / oder Rückzug von sozialen Kontakten. Das Risiko dafür ist besonders hoch, wenn die Eltern durch die eigene emotionale Belastung dem Kind nicht mehr ausreichend Unterstützung zur Bewältigung der Situation geben können.

Ungünstig ist es auch, wenn das Kind in die Konflikte zwischen den Eltern hineingezogen wird oder der Kontakt mit einem Elternteil erschwert wird. Die Anforderungen der Situation übersteigen dann leicht die Bewältigungsmöglichkeiten des Kindes.

Diagnostik

Die Diagnostik bei start: dient der Erfassung der Trennungsproblematik sowie weiterer Problembereiche [z. B. Depressionen, Selbstwertprobleme, Angst- und Zwangsstörungen, ADHS, Sucht]. Am Anfang bieten wir ein zeitlich definiertes Gesprächsangebot an, in dem wir mit dem Patienten und den Eltern zunächst erarbeiten, ob ein intensiveres Behandlungsangebot sinnvoll und wünschenswert ist.

Neben einer ausführlichen Exploration und Verhaltensbeobachtung des Patienten sowie der Eltern führen wir manchmal eine umfassende psychologische Diagnostik mit testpsychologischen Verfahren [Fragebögen und standardisierten Interviews] durch.

Therapie

Ziel der Therapie ist es, dem Kind die Anpassung an die neue Lebenssituation zu erleichtern. Wird eine Therapie für sinnvoll erachtet, gehört dazu in erster Linie Informationsvermittlung und konkrete Anleitung der Eltern, was sie tun können, um ihr Kind zu unterstützen.

Wichtige Themen können z.B. sein wie sie mit dem Kind über die Trennungssituation sprechen können oder wie beide Partner einvernehmlich Regelungen bezüglich der Betreuung und der Kontakte mit dem Kind verbessern können. Das Kind selbst wird in der Therapie ergänzend darin unterstützt, das Trennungsgeschehen zu verarbeiten, aktive Bewältigungsstrategien zu entwickeln und so seine alte Lebensfreude wieder zu erlangen.

Evtl. vorliegende psychische Erkrankungen [z.B. Depressionen, Angststörungen, ADHS, Einnässen, Essstörungen, Sucht] werden ebenfalls behandelt.

Magersucht tritt nicht selten vor Beginn der Pubertät erstmalig auf. Je früher sie erkannt und behandelt wird, desto besser kann die Anorexie erfolgreich therapiert werden.

Symptome des gestörten Essverhaltens wie z.B. Unzufriedenheit mit Figur und Gewicht, gezügeltes Essverhalten, Vermeidung hochkalorischer Nahrungsmittel und Heißhungeranfälle sind Phänomene, die zunehmend auch schon bei Kindern auftreten.

Diagnostik

Die Diagnostik bei start: dient der Erfassung der Essproblematik [Magersucht, Bulimie, Binge Eating Störung] sowie weiterer Problembereiche [z. B. Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen, ADHS, Sucht].

Am Anfang bieten wir ein zeitlich begrenztes Gesprächsangebot an, in dem wir mit dem Patienten und den Eltern zunächst erarbeiten, ob ein intensiveres Behandlungsangebot sinnvoll und wünschenswert ist.

Neben einer ausführlichen Exploration und Verhaltensbeobachtung des Patienten und der Eltern führen wir manchmal eine umfassende psychologische Diagnostik mit testpsychologischen Verfahren [Fragebögen und standardisierten Interviews] durch.

Therapie

Unsere multimodale Verhaltenstherapie ist auf die Essstörung [Magersucht, Bulimie, Binge Eating Störung] sowie weitere Probleme [Depressionen und Selbstwertprobleme, Angst- und Zwangsstörungen, Sucht] und Bedürfnisse des Kindes / Jugendlichen und seiner Familie abgestimmt.

Ziele und Schwerpunkte der Behandlung sind:

  • Förderung der Veränderungsmotivation
  • Normalisierung von Essverhalten und Gewicht
  • Gewichtszunahme oder Gewichtsstabilisierung
  • Verbesserung von Körperwahrnehmung und Förderung von Körperakzeptanz
  • Bearbeitung der individuell zugrunde liegenden oder assoziierten Problembereiche; [z. B. Selbstwertprobleme, mangelnde Stresstoleranz, eingeschränkte soziale Kompetenzen etc.]
  • Förderung der Autonomieentwicklung
  • Bearbeitung familiärer Konflikte
  • Nachholen von Entwicklungsdefiziten [z. B. Ablösung, Verbesserung selbstständiger Lebensführung]

Die pharmakologische Behandlung kann in einigen Fällen sinnvoll sein und wird in Kooperation mit Ärztinnen oder Ärzten durchgeführt.

siehe dazu auch folgende Publikation:

Weitere Links zum Thema Essstörungen:

http://www.dgess.de/http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/051-026p_Essstoerungen_2015-06_01.pdf

Begabte und hochbegabte Kinder leiden oftmals an Verhaltensauffälligkeiten und psychosomatischen Störungen.

Es gibt viele besonders begabte und hochbegabte Menschen, die es leichter als ihre Altersgenossen haben. Jedoch gibt es leider auch die, die sich wegen ihrer Andersartigkeit rechtfertigen müssen. Einige von ihnen sind von Missgunst und Mobbing betroffen und / oder können ihre Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr zeigen. Einige Kinder und Jugendliche reagieren in der Schule mit Verhaltensauffälligkeiten wie Konzentrationsstörungen oder motorischer Unruhe. Manche leiden unter psychosomatischen Störungen [z. B. Kopf- oder Bauchschmerzen], sind traurig und schlafen unruhig.

Eine genaue Diagnostik ist wichtig. Stärken und Schwächen müssen festgestellt werden, damit sich eine angemessene Beratung und Förderung anschließen kann, die das seelische Wohlbefinden dieser Kinder wiederherstellt.

Diagnostik und Beratung

Neben der Feststellung des kognitiven Potentials durch standardisierte, differenzierte Intelligenztests erheben wir Informationen über die aktuelle Situation wie Interessen, Leistungsverhalten, Arbeitsstil, familiäre Situation, Verhalten zu Gleichaltrigen, körperliche Verfassung, ggf. psychische Erkrankungen [z. B. Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen, Sucht] sowie die bisherige Entwicklung des Kindes. Auskünfte von Dritten [Schulzeugnisse, Vorbefunde, Unterrichtsbeobachtungen, Arztbriefe usw.] sind uns ebenfalls sehr hilfreich. Ziel ist, dass wir ein umfassendes Bild von dem Kind und seiner Umwelt erhalten.

Im Anschluss an unsere umfassende Diagnostik erfolgt eine Beratung, die genau auf das konkrete Anliegen abgestimmt ist. Dabei wird das Bedingungsgefüge zwischen Kind, Familie, Umwelt und Schule berücksichtigt. Unsere Beratung richtet sich aus diesem Grund an die betroffenen Kinder aber natürlich auch an die Eltern. Sofern es gewünscht wird werden wir pädagogische und / oder therapeutische Begleitpersonen der Kinder ebenfalls in die Beratung mit einbeziehen.

Weitere Links zum Thema Begabung und Hochbegabung:

http://www.dghk.de

Das Einnässen gehört zu den häufigsten Störungen im Kindesalter.

Das Erlernen von Kontrolle über den Darm und die Blase zählt zu den zentralen Entwicklungsmeilensteinen bei kleinen Kindern. Dabei hängt das Alter, in dem die Kinder sauber werden, von individuellen Reifeprozessen ab. Ab dem zweiten Lebensjahr wird in der Regel die Sauberkeitserziehung empfohlen, da sich das Nervensystem soweit ausgebildet hat, dass Kinder eine erweiterte Vorwarnzeit wahrnehmen, wenn sie Blase oder Darm entleeren müssten. Kommt es zu Schwierigkeiten und koten oder nässen Kinder tags- oder nachtsüber noch ein oder verzeichnen Rückfälle, während altersgleiche diesen Entwicklungsschritt erfolgreich absolviert haben, kann es nicht selten zu psychosozialen Beeinträchtigungen für Kinder und deren Familien kommen. Diese haben oft weitreichende Konsequenzen, die über die eigentliche Symptomatik hinausgehen können.

Einnässen (Enuresis) und Einkoten (Enkopresis) gehören zu den Ausscheidungsstörungen, die im Kindesalter zu häufigen Krankheitsbildern zählen. Studien belegen, dass nachts ca. 25% der vierjährigen, 10% der siebenjährigen und 1 – 2% der Jugendlichen einnässen. Die Häufigkeitszahlen der Enkopresis sind niedriger und schwanken zwischen 1,5% und 7,5% bei Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren. Trotz der großen Häufigkeit geht kaum ein Störungsbild mit einer gleichermaßen hohen Stigmatisierung und Tabuisierung einher, weshalb die betroffenen Kinder oder Familien häufig einen langen Leidensweg hinter sich haben, bis sie einen Arzt oder Psychologen aufsuchen. Scham, Hilflosigkeit, Ekel, Hänseleien, niedrige Lebensqualität und hoher Leidensdruck stehen häufig im Zusammenhang mit Ausscheidungsproblematiken. Beim Einnässen kommt es zu unwillkürlichem Harnabgang am Tag (Enuresis diurna) oder in der Nacht (Enuresis nocturna), wobei ebenfalls kombinierte Formen der Enuresis auftreten können. Es wird außerdem zwischen primärer und sekundärer Enuresis unterschieden, wobei differenziert wird, ob es bereits eine Trockenphase gab oder nicht. Bei der Enkopresis stellen die beiden häufigsten Subformen Enkopresis mit und ohne Obstipation (Verstopfung) dar.

Diagnostik

Die Diagnostik bei start: dient der differenzierten Erfassung der Ausscheidungsproblematik sowie damit verbundener möglicher Beeinträchtigungen und Problembereiche. Am Anfang bieten wir ein zeitlich definiertes Gesprächsangebot an, in dem wir mit dem Patienten zunächst erarbeiten, ob ein intensiveres Behandlungsangebot sinnvoll und wünschenswert ist. Neben der ausführlichen Exploration und Verhaltensbeobachtung des Patienten und evtl. der Bezugspersonen führen wir eine umfassende psychologische Diagnostik mit testpsychologischen Verfahren (Fragebögen und/oder standardisierten Interviews) durch.

Therapie

Bei start: ist das Ziel der verhaltenstherapeutischen Behandlung von Enuresis und Enkopresis die Ausscheidungsproblematik erfolgreich zu behandeln. Voraussetzung der Behandlung stellt den Ausschluss organischer Ursachen dar. In der Behandlung werden die verschiedenen Ursachen, verstärkenden Faktoren und psychosozialen Konsequenzen berücksichtigt. Die Interventionen beinhalten normalerweise Motivationssteigerung, Aufklärung, apparative Verhaltenstherapie (Klingelhose) und Toilettentraining.

Weitere Links zum Thema:

http://www.special-harninkontinenz.de/kinder/

Erhält ein Kind eine Krebsdiagnose, ist das für alle Beteiligten eine sehr belastende Situation. Im Vordergrund der psychoonkologischen Behandlung steht die Unterstützung der Patienten und ihrer Familien im Umgang mit der Erkrankung.

Jede Phase der onkologischen Erkrankung stellt eine große Herausforderung für die betroffenen Kinder und ihren Angehörigen dar. Qualifizierte und sensible therapeutische Begleitung durch die Krebsbehandlung und darüber hinaus kann Abhilfe in Krisenmomenten geben und bei der Erarbeitung von persönlichen Bewältigungskonzepten helfen.

Die betroffenen Kinder erhalten therapeutische Hilfestellung bei Diagnoseverarbeitung und Perspektivensuche in der neuen Lebenssituation. Zusammen mit dem Therapeuten entdecken sie eigene Ressourcen für den Umgang mit der lebensbedrohlichen Erkrankung und das Durchhalten in schweren Momenten.

Auch die Begleitung und Einbeziehung der Familienangehörigen in die psychoonkologische Behandlung ist von großer Bedeutung. Ihre Ängste und Sorgen finden im individuellen Gespräch ebenso Platz wie die Neuorientierung bezüglich bestmöglicher Unterstützung für das erkrankte Kind.

Dank guter Heilungsprognosen von Krebserkrankungen in jungem Alter ist die Rehabilitation nach der onkologischen Behandlung ein wichtiges Thema. Um einem bleibenden Trauma vorzubeugen, ist die therapeutische Nachsorge und Aufbereitung des Erlebten besonders wichtig und hilfreich für eine gute weitere Entwicklung.

Therapie

Im Rahmen der Therapie stehen folgende Therapieziele im Vordergrund:

  • Aktivierung persönlicher Ressourcen und Erhalt der Lebensqualität
  • Stärkung von Resilienz gegenüber Belastungen
  • Entlastung in akuten Krisensituationen
  • Erlernen von Entspannungsmethoden
  • Beratung der Eltern und Familienmitglieder
  • Bearbeitung von Ängsten im Zusammenhang mit der Erkrankung
  • Finden neuer Bewältigungsmechanismen
  • Angemessener Umgang mit körperlichen Beeinträchtigungen

Weitere Links zum Thema Psychoonkologie:

http://www.kinderkrebsinfo.de/index_ger.htmlhttp://www.kinderkrebsstiftung.de/

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