Was hat Sport mit Glück zu tun

Vereinfacht können wir uns unser Gehirn wie einen Computer vorstellen. Es gibt eine Grafikkarte, die uns ermöglicht unsere Umwelt wahrzunehmen. Prozessoren, die Informationen verarbeiten und andere Prozessoren, die Bewegungen generieren und es uns ermöglichen motorisch mit der Umwelt zu agieren. Wie in einem Computer sind alle diese verschiedenen Komponenten miteinander vernetzt und die Kommunikation findet,  wie bei einem Computer, elektronisch statt.

Anders als bei einem PC ist der Aufbau des Gehirns weitaus komplexer. So gibt es Komponenten, die Motivationsimpulse geben, also einen eigenen Willen generieren und sonderbare Schaltkreise, die dafür verantwortlich sind, dass wir im Schlaf ominöse Szenarios erleben, die uns dann noch den ganzen Tag über beschäftigen. Außerdem empfinden wir Glück, Schmerz, Liebe, Wut und andere Emotionen, die uns zu fühlenden Wesen machen.

Wie genau Emotionen entstehen, ist noch immer ein Mysterium, doch die Neurowissenschaften haben bereits einige wichtige Faktoren identifiziert. Neben den elektrischen Kreisläufen gibt es einen weiteren Kommunikationsweg, einen Chemischen. Sogenannte Neurotransmitter werden in Reaktion auf elektrische Impulse in bestimmten Gehirnregionen freigesetzt. Wenn wir etwa etwas essen, dass uns besonders gefällt, dann wandert vom Geschmacksnerv ausgehend ein Impuls durch unser Gehirn und löst dort viele weitere Impulse aus. In unserem Belohnungszentrum wird dann Dopamin frei, was dann dafür sorgt, dass wir uns gut fühlen.

Wir können dieses Wissen nutzen um unser Empfinden zu beeinflussen. Ein weiterer Neurotransmitter ist das Endorphin. Es wird auch als das körpereigene Morphin bezeichnet, da es eine schmerzlindernde Wirkung hat und generell mit dem Erleben von Freude verbunden ist. Wenn etwa der sensorische Prozessor des Gehirns körperliche Anstrengung, also Muskelbewegung und Abnutzung, wahrnimmt und verarbeitet, dann werden elektrische Impulse weitergeleitet, die an anderen Stellen Endorphin ausschütten um entstehende Schmerzen zu dämpfen und uns nebenbei Freude und Glück empfinden lassen.

Wenn Sie also Sport treiben, sorgt das dafür, dass positive Emotionen generiert werden. Am effektivsten ist es, wenn Sie ein Intervalltraining betreiben, also zwischen Phasen starker Anstrengung und Ruhephasen in regelmäßig variieren. Kardiosportarten wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen sind ideal. Wichtig ist, sich nicht zu übernehmen und am Ball zu bleiben, wenn ein Training nicht für den gewollten Effekt sorgt.

Sport hat Studien zufolge weitere Auswirkungen auf andere Neurotransmitter, wie etwa das Serotonin, welches mit dem Gefühl sozialer Akzeptanz und Zuneigung in Verbindung gebracht wird.

Also los Leute, zieht euch die Badehose an, schwingen Sie sich aufs Rad oder schnappen Sie sich die Joggingschuhe. Sport stimuliert!

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