Warum fühle ich mich immer, als ob es meine Schuld ist?

Trotz des Sprichwortes, heilt Zeit nicht immer alle Wunden. Vielmehr kann Zeit negative Gedanken sogar verstärken und unsere Vitalität, Hoffnung und Freude erschöpfen. Eines der stärksten dieser negativen Gefühle ist die Schuld. Schuldgefühle beginnen häufig mit der Frage, warum etwas passiert ist. Warum ist dieses oder jenes ausgerechnet mir passiert und nicht jemand anderem? Die logische Antwort darauf ist dann häufig: Wenn es MIR passiert ist, muss es auch an MIR liegen. Weiter fragt man sich dann häufig „ Was habe ICH getan?“, „ Habe ICH den falschen Eindruck erweckt?“, „Habe ICH die Person erzürnt?“ . Wir wollen verzweifelt die Schuld in unserem eigenen Verhalten finden. Diese Haltung nennt man verhaltensbezogene Selbstvorwürfe. Die besorgniserregendste Form von Selbstvorwürfen bezieht sich auf den eigenen Charakter und gipfelt in Vorwürfen wie „ICH muss doch blöd sein“ oder „ Warum bin ICH so naiv“. Diese Aussagen fühlen sich nicht nur schrecklich an, sondern geben Betroffenen auch noch das Gefühl, das Erlebnisse in irgendeiner Weise verdient waren und sie auch wieder passieren werden. Eine weitere Form der Selbstvorwürfe ist die Frage „Was wenn?“ im Sinn des „ Was wenn ich dies oder jenes nicht getan hätte?“. Auch hier ist die Schlussfolgerung wieder, dass man auf sich und die vermeintlich eigene Schuld zurückgeworfen wird. Alle drei Formen oder Stufen Selbstvorwürfe enden in weiteren Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen und sind entsprechend ein Teufelskreis, aus welchem man sich manchmal nicht selber befreien kann. Um diese Spirale zu unterbrechen, kann man die dahinterliegenden Muster mit therapeutischer Hilfe entschlüsseln.

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