Valentinstag

Der Valentinstag steht bevor und die Nervosität steigt: Denn die Frage, was man einander schenken oder ob der Valentinstag überhaupt als besonderer Tag gemeinsam gefeiert werden sollte, beschäftigt die Mehrheit der Deutschen jedes Jahr aufs Neue. Eine Studie der Psychologin Elizabeth Dunn von unser University of British Columbia in Kanada fand heraus, dass die Wahl des Geschenks durchaus eine Rolle spielt, abhängig vom Geschlecht und der Zufriedenheit mit der Beziehung. Sie bat die Studienteilnehmer darum, eine Liste zu erstellen, angefangen mit dem am ehesten gewünschten Geschenk bis hin zum unerwünschten Geschenk. Anschließend gab der Versuchsleiter der ersten Teilnehmergruppe vor, der Partner habe das gewünschte Geschenk ausgewählt. Die Teilnehmer der zweiten Gruppe erhielt die Information, sie bekämen das am wenigsten gewollte Geschenk.Wie zu erwarten wäre, waren die Männer enttäuscht, wenn das ungewollte Geschenk ausgewählt worden war, und schätzten die Beziehung als nicht mehr lange tragend ein. Sie zeigten sich andersherum erfreut, wenn sie das gewollte Geschenk bekamen und sagten der Beziehung eine lange Dauer voraus.

Die Frauen wiederum beantworteten die Fragen der Psychologin genau gegenteilig: Sie gingen von einer längeren Beziehungsdauer aus, wenn das Geschenk unpassend ausgewählt worden war. Laut Elizabeth Dunn könnte dies auf einen Überkompensationseffekt zurückzuführen sein: Die Frauen zeigten ein Schutzverhalten und bewerteten die Beziehung als besonders stabil, wenn sie ein so schlechtes Geschenk aushalten könne.
Allerdings vorausgesetzt, dass die Beziehung allgemein gut läuft. Ansonsten kann ein schlechtes Geschenk der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt. Um den Valentinstag herum häufen sich laut Studien zumindest in den USA die Trennungen.