Thema Smartphone: Ist das ständige Online-sein gesund für unsere Beziehungen?

Mal eben im Gespräch mit der Partnerin oder dem besten Freund die Mails oder WhatsApp-Nachrichten checken oder die neuesten Posts auf Facebook, Instagram und Co. Das kennen viele. Aber was ist, wenn es überhandnimmt? In einer Studie konnte ein Psychologe an der Universität von Arizona kürzlich herausfinden, dass junge Studierende, die eine höhere Abhängigkeit von ihrem Smartphone angaben, sich weniger zufrieden und sicher in ihren Beziehungen fühlten (https://psycnet.apa.org/record/2019-03855-001).
Was ist schädlich für Beziehungen am Blick auf den Bildschirm?
Beziehungen leben vom Miteinander, d.h. Blickkontakt, aufmerksamem Zuhören, ungeteilter Aufmerksamkeit im Hier und jetzt bis hin zu gemeinsamen Aktivitäten egal welcher Art. Dem steht ein Smartphone manchmal im Weg, auch wenn es noch so praktisch ist, jede Wartezeit zu überbrücken. Eine andere Sache ist es hingegen, miteinander zu kommunizieren – nicht nur offline, auch online. Das Austauschen von Nachrichten, Bildern, Inhalten verbindet und ist damit beziehungsförderlich.
Und wie schaffe ich es, weniger häufig zum Smartphone zu greifen?
#1 Bewusst entscheiden: Aus motivationspsychologischer Sicht ist es zielführender sich selbst zu einem neuen Verhalten zu entscheiden und sich vorzustellen, wie das aussehen könnte, statt sich etwas zu verbieten. Also anstelle von „Du darfst nicht mehr ans Handy“ lieber „Ich möchte mehr für meine Töchter da sein, daher nehme ich das Telefon jetzt nicht mit ins Kinderzimmer“.
#2 Raus aus der Gewohnheit: Vor der Veränderung kommt die Erkenntnis. Wo in meinem Alltag brauche ich das Smartphone wirklich? Wann kann ich es mal weglegen, vielleicht sogar auf lautlos stellen (für ganz Mutige: ausschalten/den Flugmodus aktivieren?). Anstelle von Multitasking mit dem Handy vor dem Fernseher lieber mit der Katze auf dem Schoß die Serie genießen. Oder die Aussicht auf einer Zugfahrt. Und natürlich das analoge Leben mit Freunden, Familie, Mitbewohnern. Übrigens: Auf dem Nachttisch tut es auch ein Wecker.
#3 Hin zur neuen Routine: Und wenn der Drang nach dem Handy kommt, stattdessen etwas anderes tun, was ich mir am besten vorher überlege, z.B. Sport, Meditation, ein Buch lesen oder was auch immer zum neuen Selbst passt
#4 Es muss nicht ausnahmslos klappen: Wenn es mal nicht funktioniert, nicht alles einbrechen lassen! Lieber immer wieder neu entscheiden: Wie will ich sein? Ist mein jetziges Verhalten dafür hilfreich?

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