Psychotherapie für Erwachsene

Psychotherapie für Erwachsene

Im Erstgespräch werden Ihre Beschwerden erörtert und organisatorische Fragen geklärt. Hier haben Sie auch die Möglichkeit herauszufinden, ob Sie sich uns anvertrauen möchten.

Anschließend folgt eine ausführliche Bestandsaufnahme. Neben Gesprächen werden hier zur Diagnostik auch wissenschaftlich fundierte Fragebögen und standardisierte Interviews eingesetzt. Diese ermöglichen auch eine Überprüfung der Therapiefortschritte.

Ihre Erfolge werden greifbar. Gemeinsam besprechen wir mit Ihnen Therapieziele und skizzieren einen Therapieplan.

Oft ereignen sich die wichtigsten Veränderungen zwischen den Sitzungen. Daher vereinbaren wir mit Ihnen regelmäßig auch Aufgaben für die Zeit bis zum nächsten Termin.

Haben Sie Ihre Therapieziele erreicht, folgt eine Selbstkontrollphase, in der Sie eigenständig die neu erworbenen Bewältigungsstrategien ohne therapeutische Unterstützung im Alltag ausprobieren können. Abschließend führen wir mit Ihnen eine Rückfallprophylaxe durch, die den Therapieerfolg festigt.

Eine medikamentöse Behandlung kann in einigen Fällen sinnvoll sein und wird auf Wunsch des/der Patient/in in Kooperation mit Ärzt/innen durchgeführt.

Neben der Einzeltherapie bieten wir zu einzelnen Störungsbereichen auch Angebote der Gruppentherapie an.

Hier finden Sie einige Störungsbereiche, die in unserer Praxis behandelt werden:

Depression ist die häufigste psychische Erkrankung. Laut aktuellen Studien erkranken allein in Deutschland 10 – 20 % aller Bundesbürger einmal in ihrem Leben an einer depressiven Episode.

Eine depressive Erkrankung zeigt sich durch unterschiedliche Symptome wie z.B. ständige Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, starke Schuldgefühle und einen verminderten Selbstwert oder Konzentrationsschwierigkeiten.

Bei der Entstehung sind verschiedene Faktoren beteiligt. Neben einer genetischer Veranlagung und neurobiologischen Veränderungen spielen auch psychische sowie Umweltfaktoren eine wesentliche Rolle.

Auslöser für eine Depression können psychische und psychosoziale Veränderungen, wie der Verlust des Arbeitsplatzes, eine chronische Überlastung, Trennung oder andere kritische Lebensereignisse sein.

Häufig kann aber auch kein bestimmter einzelner Auslöser identifiziert werden.

Die besten Wirksamkeitsbelege für die Behandlung von Depressionen liegen für die Verhaltenstherapie vor, die auch in unseren start: Praxen durchgeführt wird.

Diagnostik

Unsere Diagnostik dient der Erfassung der depressiven Symptomatik sowie häufig vorhandener weiterer Problembereiche wie zum Beispiel Selbstwertproblemen,

akuten Krisen, Angststörungen, Essstörungen oder Sucht.

Behandlung

Bei der Behandlung von Depressionen stehen folgende Therapieziele im Vordergrund:

  • Aufbau einer Tagesstruktur, die neben den Pflichten auch angenehme Aktivitäten vorsieht
  • Automatische, schädliche Denkschemata [z. B. „Ich mache immer alles falsch.“ oder „Ich bin nur liebenswert, wenn ich immer nachgebe.“] identifizieren und verändern
  • Erlernen eines angemessenen Umgangs mit negativen Gefühlen (z.B. Traurigkeit, Angst, Hilflosigkeit)
  • Rückfallprophylaxe zur Vermeidung depressiver Rückfälle

Weiterführende Informationen zum Thema Depression:

http://www.kompetenznetz-depression.dehttp://www.buendnis-depression.de

http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/nvl-005p_Unipolare_Depression-2015-07_verlaengert_02.pdf

Der Bedarf an psychologischer Hilfe für Menschen mit Burnout ist mittlerweile unumstritten. Immer häufiger führen psychische Erkrankungen zur Arbeitsunfähigkeit.

Unter Burnout wird ein Erschöpfungszustand verstanden, der durch permanente Überlastung entsteht und zu einem Gefühl des ständigen „Ausgebranntseins“ und Antriebslosigkeit führt.

Extreme berufliche Anforderungen, Frustrationen sowie der Einsatz eines hohen Engagements können oft Auslöser für Symptome wie körperliche Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, sozialen Rückzug sowie körperliche Beschwerden sein.

Eine offizielle „Burnout-Diagnose“ gibt es derzeit nicht, obwohl der Begriff in aller Munde ist. Je nach Symptommuster können meist andere psychische Störungen wie Depression, Dysthymie oder Anpassungsstörung zugeordnet werden. Diese Erkrankungen lassen sich mittels Verhaltenstherapie, die in unseren start: Praxen verwendet wird, sehr gut behandeln.

Diagnostik

Die ausführliche Diagnostik bei start: dient der Erfassung der Burnout-Symptome und anderer möglicher Problembereiche wie z.B. Paarproblemen, Angststörungen, Essstörungen oder ADHS.

Behandlung

Bei der Burnout-Therapie steht die Stressbewältigung im Fokus. Folgende Therapieziele haben sich wissenschaftlich als wirksam erwiesen:

  • Erkennen der eigenen Belastbarkeitsgrenzen sowie der individuellen Ressourcen
  • Anpassung des Arbeitspensums entsprechend der individuellen Belastbarkeitsgrenzen
  • Verminderung von langfristigem Stress sowie der psychosomatischen Begleiterscheinungen
  • Förderung des emotionalen Erlebens
  • Einführen von Entspannungs- und Erholungsphasen

Weiterführende Informationen zum Thema Burnout:

www.burnout.net

Bei der Bewältigung von Krisen sind die Betroffenen oftmals allein in für sie scheinbar aussichtslosen Situationen und benötigen schnelle professionelle Hilfe.

Krisen können durch ein unvorhergesehenes, einschneidendes Ereignis auftreten, zum Beispiel durch eine Trennung, plötzliche Erkrankung oder den Verlust einer nahestehenden Person. Andere Krisen entwickeln sich schleichend über einen längeren Zeitraum, oft sogar über Jahre hinweg.

In beiden Fällen gilt jedoch, dass Krisen zu unserem Leben dazugehören und eine extreme psychische Belastung hervorrufen können.

Körperliche Beschwerden wie Bluthochdruck, Magen-Darm Beschwerden, Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen können dabei genauso typische Anzeichen sein wie psychische Beschwerden, z.B. in Form andauernder Traurigkeit, Angst und Hilflosigkeit oder eines Rückzugs aus dem sozialen Umfeld.

Diagnostik

In den ersten Sitzungen geht es darum, die Belastungen und Beschwerden kennenzulernen und mögliche andere Problembereiche zu identifizieren, z.B. Probleme in der Beziehung, in Zusammenhang mit der Erziehung von Kindern oder im beruflichen Umfeld. Da Krisen auch Auslöser für psychische Erkrankungen sein können, wie z.B. Angststörungen, Essstörungen,  Sucht oder Depression, erfolgt eine genaue Diagnostik in diesen Bereichen.

Behandlung

Wir sind davon überzeugt, dass es bei der Bewältigung von Krisen darum geht, Betroffene in diesen schwierigen Zeiten aufzufangen. Aus diesem Grund begleiten wir Sie und bieten Ihnen möglichst schnell professionelle Hilfe an. Wir setzen individuelle therapeutische Techniken ein, die die Verarbeitung von belastenden Situationen erleichtern.

Oft ist es schon sehr entlastend, im Rahmen der Therapie die belastende Situation in Worte zu fassen und den Kummer zulassen zu dürfen, ohne die Befürchtung zu haben, dem anderen zur Last zu fallen oder den anderen zu verletzen.

Zudem werden bei start: die Betroffenen dabei unterstützt, ihre eigenen Stärken und Ressourcen zu fördern.

Gedanken wie „Das halte ich nicht mehr aus!“ oder „Das schaffe ich nie!“ können mit psychotherapeutischer Unterstützung ihren Schrecken verlieren und durch neue hilfreiche Gedanken ersetzt werden.

Weiterführende Informationen zum Thema Krise:

www.berliner-krisendienst.de

www.telefonseelsorge.de

Wenn der Alltag kaum mehr bewältigt werden kann, weil an jeder Ecke Bedrohung lauert, kann eine Angst- oder Zwangsstörung der Grund sein.

Besonders häufig sind zum Beispiel Ängste vor Höhen („Acrophobie“), öffentlichen Orten und Menschenansammlungen („Agoraphobie“), sozialer Bewertung (Soziale Phobie) oder vor plötzlich auftretenden bedrohlichen Körpersymptomen wie beispielsweise Herzrasen [Paniksyndrom].

Mittlerweile ist aus Studien, die die Verbreitung von Erkrankungen in der Allgemeinbevölkerung untersuchen, bekannt, dass ca. 10% der Bevölkerung an Angsterkrankungen leiden. Dabei ist der Übergang zwischen „normalen“, angemessenen Ängsten und irrationalen Ängsten oft fließend.

Von Zwangsstörungen Betroffene leiden entweder unter Zwangsgedanken, Zwangshandlungen oder beidem. Zwangsgedanken sind immer wiederkehrende Abläufe, Rituale oder Grübeleien ohne Handlungen, die sich den Patient/innen unangenehm aufdrängen. Die Verbreitung von Zwangserkrankungen in der Allgemeinbevölkerung liegt bei ca. 3%.

Die Belastungsstörungen werden in akute Belastungsreaktionen, die posttraumatische Belastungsstörung und die Anpassungsstörungen [depressive Reaktionen] eingeteilt. Es handelt sich bei diesen Störungen um verschiedenartige Reaktionen auf leichtere oder schwerere Stresssituationen, Belastungen oder psychische Verletzungen.

Diagnostik

Die Diagnostik bei start: dient der Erfassung der Angst- und Zwangssymptome sowie weiterer Problembereiche. Weitere evtl. vorliegende Problembereiche [z.B. Selbstwertprobleme, Krisenbewältigung, Essstörungen, Sucht] werden ebenfalls erfasst.

Therapie

Den zentralen Fokus legen wir auf die Angstbewältigung und Problemlösung im Hier und Jetzt. Die Vergangenheit spielt eine Rolle, sofern sie zur Klärung der Frage beitragen kann, wie das Angstproblem entstanden ist und warum es bis heute noch besteht. Unser Vorgehen ist ziel- und lösungsorientiert sowie transparent.

Mit den Patient/innen erarbeiten wir gemeinsam ein Funktionsmodell, das die Entstehung und Aufrechterhaltung der Angst- oder Zwangserkrankung erklären kann. Daraus wird dann ein Therapieplan entwickelt, der die Bewältigung der Erkrankung, die Überprüfung von Befürchtungen und die Verringerung des Vermeidungsverhaltens zum Ziel hat.

Für den Transfer in den Alltag sind gegen Ende der Behandlung eine Rückfallprophylaxe sowie eine mehrwöchige Selbstkontrollphase wichtig, in der der/die Patient/in ohne unsere therapeutische Unterstützung die Anwendung der neu erlernten Bewältigungsstrategien ausprobiert. Diese Phase liefert wichtige Informationen über den bisherigen Therapieerfolg und ermöglicht Aussagen darüber, ob der Transfer von der Therapie in den Alltag funktioniert.

Weiterführende Informationen zum Thema Ängste:

http://angstportal.dehttp://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/051-028p_S3_Angststörungen_2015-01.pdf

Weiterführende Informationen zum Thema Zwänge:

http://www.zwaenge.de/

Ein gestörtes Essverhalten, Unzufriedenheit mit der Figur und dem Gewicht, gezügeltes Essverhalten oder Heißhungeranfälle sind in der Bevölkerung weit verbreitet.

Besonders häufig sind diese Symptome bei Frauen in der Adoleszenz bzw. im jungen Erwachsenenalter zu finden: Zwei von drei Frauen in diesem Altersbereich führen Maßnahmen zur Gewichtsregulation durch oder halten chronisch Diät.

Etwa jede fünfte Frau berichtet, an Heißhungeranfällen zu leiden. Volle Ausprägungen einer klinisch relevanten Essstörung sind hingegen seltener.

Diagnostik

Die Diagnostik bei start: dient der Erfassung der Essproblematik sowie weiterer Problembereiche. Oft liegen neben einer Essstörung auch andere Belastungen wie Depressionen, Selbstwertprobleme, Ängste oder Schlafstörungen vor.

Therapie

Bei start: ist die Behandlung auf die Essstörung sowie weitere Probleme und Bedürfnisse des Patienten abgestimmt.

Ziele und Schwerpunkte der Behandlung einer Essstörung können folgende Bausteine beinhalten:

  • Die Förderung der Veränderungsmotivation
  • Normalisierung von Essverhalten und Gewicht
  • Gewichtszunahme oder –abnahme und Stabilisierung des Gewichts
  • Verbesserung von Körperwahrnehmung und Förderung von Körperakzeptanz
  • Bearbeitung der individuell zugrunde liegenden Problembereiche (z. B. niedriges Selbstwertgefühl, mangelnde Stresstoleranz, eingeschränkte soziale Kompetenzen etc.)
  • Nachholen von Entwicklungsaufgaben (z. B. Ablösung von den Eltern, Verbesserung einer selbständigen Lebensführung)
  • Einschränkung oder Förderung sportlicher Aktivitäten

Weiterführende Informationen zum Thema Essstörungen:

https://www.bzga-essstoerungen.de/

http://www.dgess.de/

http://www.beltz.de/fachmedien/psychologie/buecher/produkt_produktdetails/1137-anorexia_und_bulimia_nervosa_im_jugendalter.html

Über 8 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen. Damit gehören die chronischen Schmerzen zu den weit verbreitetsten Erkrankungen.

Man spricht von chronischen Schmerzen, wenn die Schmerzen länger als 3 – 6 Monate andauern. Kopf- und Rückenschmerzen kommen dabei am häufigsten vor. Oft durchlaufen Betroffene eine lange Krankheitsgeschichte mit diversen medizinischen Maßnahmen und Therapieversuchen. Dabei wird bei der Suche nach den Gründen für die Schmerzen meist keine klare organische Ursache gefunden oder aber der Schmerz hat sich nach einer akuten Erkrankung „verselbstständigt“.

Schmerzforscher gehen davon aus, dass das Nervensystem über ein so genanntes „Schmerzgedächtnis“ verfügt. Bei chronischen Schmerzen werden dauerhafte Schmerzimpulse gesendet, wodurch auch benachbarte Nerven oder Fasern im Rückenmark in einen Alarmzustand geraten. Diese werden sensibler für ankommende Reize, die normalerweise keine Beschwerden verursachen würden. Wenn die medizinischen Behandlungsmethoden nicht zu einer Reduktion der Schmerzsymptome geführt haben, fühlen sich Betroffene häufig niedergeschlagen und hilflos und können depressive Symptome, Ängste, Aggressivität oder Schlafstörungen aufweisen. Lang anhaltende Schmerzen haben einen Einfluss auf Stimmung, Erleben und Verhalten, die wiederum die Schmerzwahrnehmung verstärken. Die Ursache der Manifestation chronischer Schmerzen kann somit durch die Zusammenwirkungen psychischer und biologischer Komponenten erklärt werden.

Diagnostik

Die Diagnostik bei start: dient der Erfassung der Schmerzsymptomatik sowie weiterer Problembereiche, beispielsweise depressiven Symptomen, die sich durch Einschränkungen in der Freizeitgestaltung oder im Berufsleben entwickeln können, jedoch z.B. auch gesteigerte Ängste oder eine Suchtproblematik, die in Zusammenhang mit der Schmerzstörung entstanden sein könnten.

Behandlung

Ziel der verhaltenstherapeutischen Behandlung bei chronischen Schmerzen ist es, negative Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern, die das Schmerzempfinden aufrechterhalten oder verschlimmern. In der Behandlung werden die verschiedenen Ursachen, verstärkenden Faktoren und psychosozialen Konsequenzen berücksichtigt. Häufig kommt es dabei zu einer parallelen Behandlung von körperlichen, sozialen und psychischen Variablen. Die Behandlung chronischer Schmerzen beinhaltet z.B. Verhaltensanalysen, Selbstwirksamkeitstraining, Entspannungsverfahren, Aktivitätsregulation, Verhaltensübungen und Biofeedback.

Weiterführende Informationen zum Thema Chronische Schmerzen und Schmerzstörungen:

http://www.schmerzliga.de

https://www.dgss.org/startseite/

Wenn die Nächte lang werden und das Schlafen keine Erholung mehr darstellt.

Rund ein Drittel des Lebens verbringt der Mensch mit Schlafen. Während des Schlafs regenerieren sich Körper und Psyche vom Tag. Zellen werden erneuert, Energiespeicher wieder aufgefüllt, schädliche Stoffe abgebaut und Erlebtes verarbeitet. Während des Schlafens durchlebt man zwischen drei bis fünf Schlafzyklen, jeder Zyklus dauert ca. 90 min und besteht aus Tiefschlaf- und Traumphasen (REM-Phasen).

Bei Schlafstörungen ohne organische Ursachen stellt die häufigste Form Insomnien dar, deren Beschwerden Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen, Früherwachen, schlechte Schlafqualität sowie eine Kombination dieser Symptome darstellen. Die Schlafstörung muss über die Dauer von mindestens einem Monat mindestens drei Mal pro Woche auftreten. Bei wiederholtem Erleben von Schlafproblemen kommt es oft zu einer verstärkten gedanklichen Auseinandersetzung mit den Konsequenzen der Schlafstörung, die wiederum dazu führen, dass sich die Betroffenen vor dem Schlafen angespannt, depressiv, besorgt oder ängstlich fühlen. Darüberhinaus berichten Betroffene von einem subjektiven Leidensdruck sowie Beeinträchtigungen der Alltagsaktivitäten aufgrund der Schlafproblematik.

Eine weitere Unterform der Schlafstörungen stellt die Hypersomnie dar, bei der es entweder zu exzessiver Schläfrigkeit oder zu Schlafanfällen während des Tages kommt, die nicht durch mangelnde Schlafdauer erklärt werden. Außerdem zählen Schlafwandeln, Pavor nocturnus (angstvolles Erwachen) und Albträume zu weiteren Unterkategorien der Gruppe der Schlafstörungen.

Diagnostik

Die Diagnostik dient der Erfassung der Schlafstörung sowie weiterer Problembereiche, da die Schlafstörung häufig auch im Zusammenhang mit anderen psychischen Erkrankungen (z.B. Depressionen und Ängsten) auftreten kann. Am Anfang bieten wir ein zeitlich definiertes Gesprächsangebot an, in dem wir mit dem Patienten zunächst erarbeiten, ob ein intensiveres Behandlungsangebot sinnvoll und wünschenswert ist. Neben einer ausführlichen Exploration und Verhaltensbeobachtung des Patienten führen wir eine umfassende psychologische Diagnostik mit testpsychologischen Verfahren [Fragebögen und/oder standardisierten Interviews] durch.

Therapie

Ziel der Behandlung von Schlafstörungen ist es wieder zu einem erholsamen Schlaf zu gelangen. Dabei wird der Fokus auf die Schlafhygiene sowie Erfassung und Veränderung negativer Gefühle und Gedanken bezüglich der Schlafproblematik gelegt. Strukturierte Veränderungen der Schlafgewohnheiten und Entspannungsverfahren können eingesetzt werden, um im Rahmen der Behandlung den Betroffenen zu helfen wieder gesündere Schlafmuster zu entwickeln.

Weitere Links zum Thema Schlafstörungen:

http://www.dgsm.de

Abhängigkeitserkrankungen sind in Deutschland weit verbreitet. Sie entwickeln sich in der Regel über einen schleichenden Prozess.

Häufig wird das Suchtmittel, meist über Jahre hinweg eingesetzt, um positive Gefühle zu erzeugen und unangenehme Gefühle zu vermindern. Auch werden verschiedene Substanzen häufig genutzt, um sich nach einem anstrengenden Arbeitstag leichter zu entspannen und sich von Sorgen und Grübeln zu distanzieren. Langfristig kann ein regelmäßiger, andauernder Gebrauch jedoch zu schwerwiegenden Auswirkungen im Rahmen einer Abhängigkeit führen.

Unter „schädlichem Gebrauch“ (Substanzmissbrauch) wird ein Konsummuster mit tatsächlichen schädlichen Gesundheitsfolgen für Psyche und / oder Physis des Konsumenten verstanden. Dazu zählen sowohl körperliche als auch psychische Störungen wie z.B. depressive Episoden nach massivem Suchtmittelkonsum. Abhängigkeitserkrankungen sind als ein komplexes Bedingungsgefüge von körperlichen, psychischen und sozialen Faktoren zu verstehen. Dazu zählen Verhalten, Befinden, körperliche Bedingungen, kurzfristige und langfristige Auswirkungen des verwendeten Suchtstoffes sowie die sozialen Auswirkungen des Suchtmittelkonsums. Sie alle müssen bei einer Behandlung berücksichtigt werden.

Diagnostik

Bei start: dient die Diagnostik der Erfassung des Suchtverhaltens sowie evtl. bestehender Problembereiche [Depressionen, Selbstwertprobleme, Angst und Zwang, Schlafstörungen, Essstörungen]. Am Anfang bieten wir ein zeitlich definiertes Gesprächsangebot an, in dem wir mit dem Patienten zunächst erarbeiten, ob ein intensiveres Behandlungsangebot sinnvoll und wünschenswert ist. Neben einer ausführlichen Exploration und Verhaltensbeobachtung des Patienten und evtl. der Bezugspersonen führen wir eine umfassende psychologische Diagnostik mit testpsychologischen Verfahren [Fragebögen und standardisierten Interviews] durch.

Therapie

Im Rahmen einer Behandlung geht es uns vor allem darum, vor dem Hintergrund der eigenen Lebensgeschichte, das eigene Suchtverhalten verstehen zu lernen und die Funktionalität des Suchtmittels zu identifizieren. Die durch das Suchtmittel erzeugten positiven Gefühle [z. B. Freude, Hoffnung, soziale Kontakte] bzw. die negativen Gefühle, die mithilfe des Suchtmittels reduziert werden, werden herausgearbeitet. Ziel ist es, dem Betroffenen nicht nur das Suchtmittel zu nehmen, sondern ihm dafür auch Alternativen anzubieten. Beispielsweise erarbeiten wir gemeinsam mit dem Patienten, mit denen der Betroffene die gewünschten positiven Gefühle auch ohne Suchtmittel erzielen kann.

So soll der Betroffene bei uns im weiteren Behandlungsverlauf zum „Manager seiner eigenen Gesundheit“ befähigt werden. Anvisiert wird dabei, die Krankheitsfolgen zu bewältigen und den Patienten beim Aufbau eines suchtmittel-freien, zufriedenen Lebens zu unterstützen. In diesem Zusammenhang bilden vor allem die Nutzung der persönlichen Ressourcen und die Förderung von alternativen Verhaltensmustern bedeutsame Schwerpunkte in der Behandlung.

Weitere Links zum Thema Sucht:

http://www.sucht.de

Die Diagnose „Krebs“ trifft Patienten meist unerwartet und hat neben der körperlichen oft eine massive psychische Belastung zur Folge. Begleitende psychotherapeutische Unterstützung hilft bei der Bewältigung.

Eine onkologische Erkrankung führt zu einschneidenden Veränderungen im Leben der Patienten und deren Angehörigen. Mit den seelischen Auswirkungen der Krankheit auf alle betroffenen Menschen befasst sich das Fachgebiet Psychoonkologie.

Ängste, Hilflosigkeit, Anspannung und Krisen, die eine Krebsdiagnose unter Umständen auslöst, können mithilfe psychotherapeutischer Interventionen aufgefangen und behandelt werden. Auf der Suche nach Bewältigungsmöglichkeiten der durch Erkrankung und Therapie veränderten Lebenssituation begleiten Psychoonkologen erkrankte Personen einfühlsam. Die konkreten Maßnahmen richten sich dabei individuell nach der Situation und den Bedürfnissen der Patienten. Mithilfe verhaltenstherapeutischer Verfahren werden gemeinsam mit dem Therapeuten Ansätze zur Selbsthilfe in schwierigen Zeiten erarbeitet.

Therapie

Im Rahmen der Therapie stehen folgende Therapieziele im Vordergrund:

  • Aktivierung persönlicher Ressourcen und Erhalt der Lebensqualität
  • Stärkung von Resilienz gegenüber Belastungen
  • Entlastung in akuten Krisensituationen
  • Neuorientierung in der veränderten Lebens- und Rollensituation
  • Bearbeitung von Ängsten im Zusammenhang mit der Erkrankung
  • Finden neuer Bewältigungsmechanismen
  • angemessener Umgang mit körperlichen Beeinträchtigungen
  • Abbau von Schuldgefühlen und Selbstwertproblematik.

Weitere Links zum Thema Psychoonkologie:

http://www.pso-ag.de/arbeitsgemeinschaft-psychoonkologiehttp://www.dapo-ev.de/

AD(H)S verwächst sich entgegen landläufiger Meinung nicht im Kindesalter, ca. 1 Erwachsener von 30 ist deutschlandweit von AD(H)S betroffen.

AD(H)S ist gekennzeichnet durch die Schwierigkeit, die Aufmerksamkeit bewusst auf eine Aufgabe zu lenken und sie dort zu halten – so haben es Betroffene es oft schwer, in Gesprächen aufmerksam zuzuhören oder einen Arbeitsauftrag Schritt für Schritt bis zum Ende durchführen. Weitere Kennzeichen sind Hyperaktivität und Impulsivität, diese äußern sich bei Erwachsenen aber meist anders als bei Kindern – oft regulieren Erwachsene ihre Hyperaktivität soweit, dass diese äußerlich kaum auffällt, verspüren aber eine anhaltende innere Unruhe. Darüber hinaus sind Emotionen betroffen, so erleben Betroffene oft eine „Achterbahn“ der Gefühle, also ein häufiges Schwanken zwischen Begeisterung und Niedergeschlagenheit.

Bei der Entstehung sind nach aktuellem Kenntnisstand vorwiegend neurobiologische Faktoren beteiligt. Insbesondere weicht die Ausschüttung von Botenstoffen ab, die für Antrieb und Motivation zuständig sind sowie die Aktivität von Hirnarealen, die an Funktionen wie Aufmerksamkeit, Planung und Handlungssteuerung beteiligt sind.

Die Besonderheiten sind in der gesamten Lebensspanne beobachtbar, dabei können Betroffene bei guter Kenntnis und Umgang mit den AD(H)S-Besonderheiten auch von Stärken wie hoher Auffassungsgabe, Kreativität und Enthusiasmus profitieren. Andernfalls können Besonderheiten als „persönliches Versagen“ interpretiert werden oder bestimmte Symptome so einschränkend sein, dass Betroffene Gefahr laufen, ein niedriges Selbstwertgefühl, Depressionen, Abhängigkeit, Angststörungen oder andere psychische Störungen zu entwickeln.

Psychotherapie hilft dabei, AD(H)S besser zu verstehen, Strategien zu entwickeln, um Schwierigkeiten zu begegnen und eigene Stärken zu erkennen. Die besten Wirksamkeitsbelege liegen dabei für die Verhaltenstherapie vor, die auch in unseren start: Praxen durchgeführt wird.

Diagnostik

In unseren start: Praxen wird ausführliche AD(H)S-Diagnostik durchgeführt. Dabei wird AD(H)S-Symptomatik über die gesamte Lebensspanne im persönlichen Gespräch erfasst und durch Fragenbogendiagnostik ergänzt. Es hat sich bewährt, auch eine Fremdeinschätzung in die Diagnostik einfließen zu lassen – je nach Möglichkeit und Ihrer Erlaubnis von einer Person, die Sie bereits lange kennt oder über Angaben in früheren Schulzeugnissen.

Behandlung

Bei der Behandlung von AD(H)S stehen folgende Therapieziele im Vordergrund:

  • Verstehen der Besonderheiten von AD(H)S und Herausarbeiten eigener Stärken.
  • Erlernen von Strategien, um individuelle Stolperfallen zu meistern.
  • Behandlung eventueller begleitender psychischer Störungen wie Depressionen oder Angststörungen.

Weiterführende Informationen zum Thema AD(H)S:

www.adhs-deutschland.de/

https://www.gesundheitsinformation.de/behandlung-von-adhs-bei-erwachsenen.2330.de.html?part=behandlung-dd

Leben auf einem schmalen Grat zwischen intensiven Emotionen

Die Borderline Persönlichkeitsstörung ist insbesondere durch emotionale Instabilität gekennzeichnet, sodass Betroffene ungewöhnlich stark auf alltägliche Ereignisse reagieren – mit unglaublicher Freude, aber auch massiver Wut, überwältigender Schuldgefühle oder tiefer Verzweiflung. Oft gehen negative Gefühle mit einem höchst unangenehmen Gefühl der diffusen Anspannung einher, welche Betroffene versuchen zu regulieren, mit hilfreichen Strategien oder mit ungesunden Verhaltensweisen wie Substanzkonsum oder Selbstverletzungen. Weitere wichtige Merkmale der Borderline Persönlichkeitsstörung sind ein instabiles Selbstbild und instabile Beziehungen: So können Betroffene plötzliche Veränderungen in ihren persönlichen Zielen erleben oder dem Gefühl dafür, wer sie sind. Beziehungen sind oft von einem ständigen Auf und Ab gekennzeichnet und Betroffene erleben den Gedanken an mögliches Verlassenwerden als besonders bedrohlich.

Häufig haben Betroffene in ihrer Entwicklung Vernachlässigung, Gewalt und fehlende Unterstützung durch primäre Bezugspersonen erlebt. Das Fehlen einer Bezugsperson, die Schutz und Sicherheit bietet und das eigene emotionale Erleben bestätigt und anerkennt, wird als ein wichtiger Faktor in der Entwicklung der emotionalen Instabilität gesehen.

Die verhaltenstherapeutische Behandlung hilft Betroffenen, die Fähigkeit zu einem hilfreichen Umgang mit eigenen Emotionen zu entwickeln und zu stärken.

Diagnostik

Symptome einer Borderline Persönlichkeitsstörung zeigen sich bereits im Jugendalter. Wenn die Symptomatik über die Persönlichkeitsentwicklung hinaus in das Erwachsenenalter bestehen bleibt, kann von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung gesprochen werden.

In unseren start: Praxen wird ausführliche Diagnostik zur Borderline-Persönlichkeitsstörung sowie häufig begleitenden Störungen wie Depression, Angststörungen, substanzbezogenen Störungen und Essstörungen durchgeführt.

Behandlung

Bei der Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung gibt es die meisten Wirksamkeitsbelege für verhaltenstherapeutische Methoden, welche auch in unseren start: Praxen eingesetzt werden. Dazu zählt auch die die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT), welche als die Therapieform der Wahl bei Borderline gilt.

Die Dialektisch-Behavioralen Therapie vereint die Akzeptanz gegenüber sich selbst und eigenen Gefühlszuständen mit zielorientierter Arbeit am eigenen Verhalten. Dabei werden unter anderem Fertigkeiten (Skills) zum Umgang mit starken Emotionen und diffusen Anspannungszuständen erarbeitet und im Skills-Training eingeübt.

Weiterführende Informationen zu Borderline und DBT:

https://www.dachverband-dbt.de/images/banners/Broschuere_SVV_und_BPS.pdf

https://www.dachverband-dbt.de/index.php/dbt

Buchempfehlung zum Thema Borderline:

https://www.hogrefe.de/shop/ratgeber-borderline-stoerung-65480.html

Haben Sie noch Fragen zu unseren Behandlungsschwerpunkten oder dem Ablauf? Gerne beantworten wir Ihre Anfragen per Mail oder Telefon

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