Essstörungen Jugendliche – Was tun?

Essstörungen

Unzufriedenheit mit der Figur, Diäten und Heißhungeranfälle sind unter Jugendlichen weit verbreitet – zwei von drei jungen Frauen führen Maßnahmen zur Gewichtsregulation durch, auch junge Männer sind betroffen. Unter Umständen kann sich eine Essstörung entwickeln.

Wie zeigt sich eine Essstörung?

Betroffene beschäftigen sich ausgesprochen viel mit Themen rund ums Essen und Gewicht und zügeln ihr Essverhalten, z.B. mit Diäten oder Kalorienzählen. Oft führt gerade dieses Verhalten zu Heißhunger. Heißhungerattacken sind unter anderem typisch für die Binge Eating Störung.

Für die Bulimie ist typisch, dass Betroffene versuchen, diese Heißhungerattacken wieder „auszugleichen“, z.B. durch Erbrechen, Einnahme von Abführmitteln oder durch exzessiven Sport.

Jugendliche mit Anorexie (Magersucht) ernähren sich so restriktiv, dass sie massiv an Gewicht verlieren und nehmen sich dabei meist immer noch als „zu dick“ wahr.

Essstörungen – was tun?

Wir ermutigen Jugendliche, die sich durch Gedanken um Essen und ihr Gewicht emotional belastet fühlen, sich psychotherapeutische oder ärztliche Hilfe zu holen. Nur so kann eine sichere Diagnose gestellt und ggf. eine Behandlung begonnen werden. Auch in unseren start: Praxen in Berlin und Wiesbaden wird zuverlässige Diagnostik und Psychotherapie zu Essstörungen durchgeführt. Darüber hinaus werden auch andere häufige Begleiter dieser Störungen wie Depressionen, Zwangsstörungen, Sucht und ADHS abgeklärt.

Wie sieht die Behandlung aus?

Die multimodale Verhaltenstherapie ist auf die individuellen Probleme, Stärken, Fähigkeiten und Ziele von Jugendlichen abgestimmt. Auch wichtige Systeme wie Familie oder Schule werden in der Regel mit einbezogen, da sie den Alltag von Jugendlichen wesentlich beeinflussen.

In der Behandlung geht es zum einen darum, Essverhalten und Gewicht zu normalisieren und das Verhältnis zum eigenen Körper zu verbessern. Die Stärkung des Selbstwerts ist ein weiterer wichtiger Baustein. Jugendliche werden ggf. auch bei noch nicht gemachten Entwicklungsschritten wie der Autonomieentwicklung unterstützt. Ob eine begleitende medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, kann auf Wunsch in ärztlicher Kooperation geklärt werden.

Sind die Therapieziele erreicht, werden die Erfolge gefestigt, damit die neu erlangte Lebensqualität auch langfristig aufrechterhalten werden kann.

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