“Einsamkeit ist das neue Rauchen”

Erst Anfang des Jahres erregten Schlagzeilen wie „Einsamkeit ist das neue Rauchen“ und „Ein Krankheitserreger namens Einsamkeit“ Aufsehen. Von der Einrichtung eines Ministeriums für Einsamkeit war die Rede. Mehr und mehr rückt dieses Thema in den Fokus, denn mit der immer stärker wachsenden Flexibilität und Unabhängigkeit des modernen Menschen und der rasanten Entwicklung von Social Media und digitaler Vernetzung zeigt sich die Kehrseite der großen Freiheit: Viele Menschen fühlen sich einsam, abgetrennt von anderen, nicht zugehörig. Studien zeigen, dass sich vor allem Jugendliche sowie die 30- und 60-jährigen einsam fühlen, später dann die über 75-jährigen, etwa wenn der Partner stirbt. Es zeigen sich Zusammenhänge mit psychischen und körperlichen Erkrankungen, sogar mit einer erhöhten Sterblichkeit. Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen einem frei gewählten Alleinsein, das man als Zeit für sich genießt, und quälender Einsamkeit, bei der man sich schmerzlich nach Kontakten sehnt. Sie spiegelt unser Grundbedürfnis nach Bindung wieder und treibt uns an, Anschluss zu suchen und unsere Situation zu verändern.

Vielleicht fühlen Sie sich einsam und suchen nach Wegen aus der Isolation. Einige Dinge könnten dabei hilfreich sein:

  1. Smalltalk führen

Sprechen Sie jemanden an, auf das Wetter oder auf irgendeine Gemeinsamkeit. Geben Sie der Situation die Chance, dass sich daraus ein kurzer netter Plausch entwickelt. Bieten Sie sich an, wenn jemand Hilfe braucht, z.B. beim Einsteigen in den Bus, bei der Suche nach einer Adresse etc. Selbst kleine positive Begegnungen schaffen gute Gefühle und stärken das Vertrauen in die eigene Person.

  1. Auf Mitmenschen zugehen

Auch wenn man mit anderen zusammen lebt, kann man einsam sein. Wichtig ist es, sich mitzuteilen, Initiative zu zeigen näher zusammen zu rücken, wieder mehr miteinander zu unternehmen, Konflikte anzusprechen und zu lösen, die der Einsamkeit zugrunde liegen z.B. auch mit therapeutischer Hilfe.

  1. Positive Einstellung

Häufig stecken Unzulänglichkeitsgefühle und Ängste vor der Bewertung durch andere hinter der Isolation. Tun Sie sich selbst Gutes, rücken Sie ihre Stärken und liebenswerten Seiten in Ihren Fokus. Eine positive Einstellung sich selbst gegenüber erleichtert den Anschluss und macht es auch anderen leichter, Kontakt zu Ihnen aufzunehmen.

  1. Hobby

Suchen Sie Anschluss in einem Verein, einem Chor oder einem Volkshochschulkurs. Treten Sie einer Facebook-Gruppe für Zugezogene bei oder einer Internetplattform, auf der sich Menschen verabreden. Leisten Sie ein Ehrenamt. Über gemeinsame Aktivitäten lassen sich leichter Kontakte knüpfen.”

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