Ein gesunder Umgang mit Gaming

Spielst du Fortnite oder Minecraft? FIFA 19 oder schon FIFA 20? PC, XBOX oder Playstation? Fragen wie diese werden heiß auf den Schulhöfen des Landes diskutiert. Zumeist sind es Jungs, die mit leuchtenden Augen von ihren gestrigen Ausflügen in die bunte Welt moderner Videospiele berichten, aber auch Mädchen und sogar Erwachsene sind Teil der „Gaming“ Kultur.

 

Das sich Kinder für Videospiele begeistern können ist keineswegs neu – Super Mario etwa wird bald 40. Die heutige Generation von Videospielen stellt jedoch auch einen Sozialen Raum dar, da man zumeist Online spielt und sich mit anderen Spielern austauscht, mit ihnen kooperiert und sie bekämpft. Insofern regen Spiele wie Fortnite und Minecraft Teamwork an und können in Maßen eine durchaus unterhaltsame und lehrreiche Beschäftigung darstellen, da oft kreative Lösungsansätze zum Erfolg führen. Problematisch wird es jedoch wenn Kinder und Erwachsene den Controller nicht mehr weglegen wollen und grundlegende Bedürfnisse unbefriedigt bleiben.

 

Die physischen und psychischen Bedürfnisse des Menschen sind seit der Steinzeit die gleichen geblieben, – unter anderem benötigen wir ausreichend Nahrung, Schlaf, sozialen Austausch und Bewegung. Die Befriedigung dieser Bedürfnisse aktiviert unser Belohnungssystem und sorgt dafür, dass wir uns gut fühlen und in Zukunft weiterhin Aktivtäten ausführen, die uns befriedigen.

Die moderne Generation Computerspiele schafft es wie nie zuvor dieses Belohnungssystem anzusprechen. Kinder und Jugendliche sind im Besonderen gefährdet ihre Bedürfnisbefriedigung auf den Virtuellen Raum zu verlagern. Die Vernachlässigung der menschlichen Bedürfnisse kann negativen Einfluss auf die Entwicklung nehmen, da Heranwachsende nicht ausreichend lernen Bestätigung und Befriedigung im realen Leben zu suchen. Des Weiteren können sich nach anhaltendem exzessiven Gaming Symptome der Suchterkrankung, wie etwa Dosissteigerung, Entzugssymptome, problematisches Verhalten und psychische Abhängigkeit einstellen.


Eltern sollten versuchen positiven Einfluss auf das Verhalten ihrer Kinder zu nehmen. Regeln, Abmachungen und Verträge können helfen. Außerdem sollten Kinder und Jugendliche animiert werden ein ausgeglichenes Leben zu führen, das heißt: sportlichen Aktivitäten nachgehen, ausreichend schlafen, Freunde sehen, zur Schule gehen und am Familienleben teilhaben. Diese Faktoren sind essenziel um Meilensteine in der geistigen und körperlichen Entwicklung zu meistern. Anschließend steht dem Gaming nichts mehr im Wege.

 

Falls Sie oder Angehörige einen problematischen Videospielkonsum aufweisen oder generelle Fragen zur Studienlage oder zu Therapieansätzen haben, dann kontaktieren Sie uns.

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