Die Angst bezwingen

Angst kann uns in den verschiedensten Umständen packen. Es ist sehr nützlich, da Angst dafür sorgt, dass wir alle Ziele und Pläne über Bord werfen und uns voll und ganz dem Objekt, der Situation oder Person widmen, die die Angst in uns auslöst. Angst verleitet uns zur Flucht, zum Angriff oder aber dazu, uns tot zu stellen.

Nun kann es jedoch passieren, dass wir Angst verspüren, die dem wahren Gefahrenpotential, welches von dem Objekt der Angst ausgeht, unangemessen ist. Wir sprechen hier von einer dysfunktionalen Angst. Typische Objekte sind in diesem Kontext z.B. Tiere (Schlangen, Spinnen, etc.), soziale Situationen (eine Rede halten), körperliche Reize (Herzrasen) oder aber Vorstellungen (Sorgen über zukünftige Ereignisse).

Wenn man an einer dysfunktionalen Angst leidet, dann löst die Begegnung mit dem Objekt eine starke Angstreaktion aus. Das Objekt beansprucht die volle Aufmerksamkeit und unser Gehirn schreit danach dem Objekt zu entfliehen.

Viele die eine dysfunktionale Angst entwickeln folgen Strategien, um das Objekt zu umgehen. In manchen Fällen ist das möglich, ohne sein Leben groß einschränken zu müssen. Wenn man z. B. Flugangst hat, reicht die Ostsee doch völlig aus.

In vielen Fällen führt aber die Vermeidung zu weiteren Problem und sorgt dafür, dass wir nicht nur unsere Freiheit einschränken, sondern auch unser psychisches Wohlbefinden. Denn das Problem bei der dysfunktionalen Angst, ist nicht die Angst selbst, sondern wie wir damit umgehen. Menschen die an sozialen Ängsten leiden, entwickeln z.B. die Gewohnheit, soziale Situationen zu meiden. Wenn dann eine Situation unausweichlich ist (z. B. ein Referat) steigt die Angst ins Unermessliche und wird dazu führen, dass die soziale Situation ein subjektives Desaster wird. Des Weiteren kann uns Vermeidungsverhalten daran hindern, unsere  psychologischen Bedürfnisse (Liebe, Freundschaft, Schlaf, etc.) zu befriedigen, was dann wiederum zu weiteren Einschränkungen unseres psychischen Wohlbefindens führen kann.

In der Therapie müssen wir also dafür sorgen, unsere Angst in allen Facetten kennen zu lernen. Wir finden heraus, was in uns vorgeht, welche Gefühle und körperlichen Reaktionen wir verspüren, wenn wir an das Objekt der Angst denken oder ihm gar begegnen. Wir befassen uns mit den Gedanken und Annahmen, die wir mit dem Objekt verbinden, leiten Hypothesen ab und testen diese in einer realen Auseinandersetzung (Expositionstherapie) mit dem Objekt. Die Therapie ist nicht immer leicht, schließlich stellt man sich seinen Ängsten. Dennoch ist sie enorm befreiend und die psychologische Forschung zeigt, dass therapeutische Interventionen sehr effizient sind.

Wenn Sie große Ängste verspüren und diese Ihr Leben bestimmen, wenden Sie sich an uns! Wir können Ihnen helfen.

Haben Sie noch Fragen zu unseren Behandlungsschwerpunkten oder dem Ablauf? Gerne beantworten wir Ihre Anfragen per Mail oder Telefon

Oder möchten Sie uns bei einem unverbindlichen Erstgespräch direkt kennenlernen? Dann können sie auch ganz bequem einen Termin online buchen: