Corona und Langeweile

Menschen mit hohem Leistungsmotiv oder auch Personen, die kontaktfreudig und kommunikativ sind, sind im Allgemeinen eher von Langeweile betroffen. Durch Corona kann es aber auch die betreffen, die in Kurzarbeit sind oder die ihre Arbeit verlieren. Es gibt dann weniger sozialen Kontakt und Zusammenarbeit, soziale Anerkennung und persönliche Entwicklung. Außerdem verliert der Tag an Struktur und man ist generell weniger aktiv. Viele ehrenamtliche Tätigkeiten können nicht mehr ausgeführt werden und auch das private Angebot an Aktivitäten ist in der Krise deutlich gesunken. Beschäftigte Eltern, die ihren Kindern aufgrund geschlossener Kindergärten und Schulen nun mehr Zeit schenken werden müssen, werden sich weniger langweilen. „Langeweile-gefährdet“ sind besonders Personen, die den Fokus in ihrem Leben eher auf Zeitstruktur und ihre Arbeit gelegt haben und sich über solche eher definieren. Neben Langeweile kann sich bei solchen Personen der Eindruck entwickeln, sie seien nicht mehr so leistungsfähig wie früher. Der empfundene Stolz nach erbrachter Leistung fällt zu einem großen Teil weg. Stolz als „Belohnung“ für etwas, das man geschafft hat, ist eine Quelle für Motivation, überhaupt etwas zu tun. Wenn dieses Gefühl also nicht mehr so häufig auftritt, sind wir generell weniger motiviert, aktiv zu sein und verlieren das Interesse. Eine Strategie, diesen Kreislauf zu unterbrechen, ist jetzt genau das zu tun, was man tun wollte oder worauf man sich freute, als die Arbeit oder der Alltag noch da waren und dies verhinderten: zum Beispiel: ein gutes Buch lesen, etwas neues lernen, handwerklich tätig werden oder ein neues Spiel spielen.

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