Corona und die Psyche: Wie verbessere ich mein seelisches Wohlbefinden?

Die fortschreitende Ausbreitung des Coronavirus ist für die meisten Menschen mit viel Unbehagen verbunden. Auch der zweite Lockdown geht wieder mit umfassenden Einschränkungen einher, die das alltägliche Leben vor neue Herausforderungen stellen. Damit sie sicher durch die schwierige Zeit kommen und Ihr seelisches Gleichgewicht nicht verlieren, hat die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde einige hilfreiche Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen könnten:

Zunächst einmal ist es ratsam, die Medien zwar regelmäßig, aber nicht andauernd zu verfolgen. Exzessiver Nachrichtenkonsum kann nämlich innere Unruhe und Stress verstärken, sodass eine einmal tägliche Berichterstattung völlig ausreicht, um sich bewusst zu informieren. Darüber hinaus kann es hilfreich sein, seinen Alltag positiv zu gestalten und eine gewisse Routine aufrechtzuerhalten. Räumen sie beispielsweise feste Zeiten für genügend Schlaf und gesunde Mahlzeiten ein. Wenn Sie von zu Hause arbeiten, sollten sie auch etwas Bewegung in ihren Tagesablauf einbauen. Vergessen Sie jedoch nicht, auch Zeit für Aktivitäten einzuplanen, die Ihnen Freude bereiten und mit denen sich Sie nach getaner Arbeit belohnen. Wenn Ihnen die negativen Gefühle trotzdem mal über den Kopf steigen sollten, ist es wichtig, diese für sich selbst anzuerkennen. Aus psychotherapeutischer Sicht ist damit aber nicht gemeint, sich in diese hineinzusteigern, sondern lediglich zuzugestehen. Versuchen Sie in diesem Fall, auf positive Gedanken, Erinnerungen und Tätigkeiten zurückzugreifen. Dafür reicht manchmal schon Ihr Lieblingslied oder ein guter Kaffee am Morgen. Sollten Sie sich jedoch fortlaufend sehr belastet oder einsam fühlen, scheuen Sie sich nicht, in dieser ungewöhnlichen Zeit professionelle Hilfe zu suchen. Eine erste Anlaufstelle hierfür könnte Ihr Hausarzt, psychosoziale Beratungsstellen oder Ambulanzen in Ihrer Umgebung sein.