Bin ich alkoholabhängig?

Ein paar Bier mit Freunden in der Bar, Schnaps auf der Geburtstagsparty und abends ein Gläschen Wein zum Entspannen – Alkohol gehört zum Alltag und auch insbesondere zur deutschen Kultur. 2016 trank jeder Deutsche 13,4 Liter reinen Alkohol und damit mehr als doppelt so viel wie andere durchschnittliche Weltbürger (WHO).

Doch was ist normal? Woran erkennt man eigentlich, ob der ein oder andere Tropfen nicht doch schon einer zu viel ist? 

Der Übergang vom sogenannten „risikoarmen Konsum“ zur Abhängigkeit passiert schleichend. Menschen mit einem Alkoholproblem neigen dazu, ihren Konsum zu verharmlosen: Gerade hat man eben viel Stress und braucht den allabendlichen Absacker zum Runterkommen, oder es hilft beim Einschlafen, man kann ja jederzeit aufhören.

Wenn Sie, Hand aufs Herz, mehr als eine der vier „CAGE-Fragen“ mit Ja beantworten können, sollten Sie mit einem Arzt oder Psychotherapeuten sprechen. Denn dann besteht der Verdacht auf eine Alkoholabhängigkeit:

  • Haben Sie jemals das Gefühl gehabt, Sie müssten Ihren Alkoholkonsum vermindern? (Cut down)
  • Haben andere Personen Sie dadurch geärgert, dass diese Ihr Trinkverhalten kritisiert haben? (Annoyed)
  • Haben Sie sich jemals schlecht oder schuldig wegen Ihres Trinkens gefühlt? (Guiltfeelings)
  • Brauchen Sie morgens Alkohol, um erst richtig leistungsfähig zu werden? (Eye-opener)

Beobachten Sie Ihr Trinkverhalten, führen Sie eine Strichliste. Denn Menschen mit einem Alkoholproblem unterschätzen häufig ihren Konsum. Verzichten Sie auf Alkohol und schauen Sie, ob es Ihnen ohne tatsächlich noch gut geht oder Sie Schwierigkeiten haben, mit Belastungen umzugehen. Dies könnte schon ein deutliches Signal sein, dass Sie Hilfe brauchen.

Und wie kann man seinem Partner oder guten Freund sagen, dass er zu viel trinkt? 

Verzichten Sie auf generalisierte Vorwürfe und sprechen Sie konkrete Vorfälle an, etwa dass eine Verabredung wegen Alkohol nicht stattfinden konnte. Bieten Sie Ihre Unterstützung an. Ist das nicht ausreichend, ist wahrscheinlich doch professionelle Hilfe nötig.

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